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F/LIST im amerikanischen Steigflug

Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen aus Niederösterreich ist mittlerweile ein internationaler Ausstatter für Business-Jets, Yachten und luxuriöse Residenzen.

Holzvertäfelte Innenausstattung eines Flugzeugs
© F. LIST GmbH

Wie international ist Ihr Unternehmen aufgestellt?

F/LIST ist ein österreichisches Familienunternehmen - ein Grundsatz der trotz internationaler Expansion erhalten bleiben wird. Nichtsdestotrotz haben wir erkannt, dass es wichtiger wird, auch möglichst vor Ort bei den Kunden zu sein. Daher haben wir bereits den Standort in Brasilien gegründet, um schnell und effizient mit einem unserer Hauptkunden zusammenarbeiten zu können. Dasselbe Ziel verfolgen wir in den USA. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sehen wir ein großes Marktpotenzial für das Aftermarket-Geschäft, also die Aufarbeitung oder Neuausstattung gebrauchter Flugzeuge, sowie für unsere Innovationsprodukte wie Stein- und Holzboden.

Foto der Produktionsstätte von F.LIST
© F. LIST GMBH

Wie ist der aktuelle Stand Ihrer Exportaktivitäten in den von go-international geförderten Zielmärkten?

In Florida wurde 2016 F/LIST USA gegründet. In weiterer Folge wurden erste Mitarbeiter aufgenommen und eine Basisinfrastruktur geschaffen. Gegenwärtig denken wir über einen weiteren Produktionsstandort für Product Support in einem anderen Bundesstaat nach. Insgesamt läuft der Aufbau nach Plan, momentan sind wir auf der Suche nach einem Geschäftsstellenleiter. In den Vereinigten Arabischen Emiraten haben wir mit F/LIST MIDDLE EAST ebenfalls eine Niederlassung gegründet und eine Light Industrial Unit, also eine Liegenschaft für Product-Support-Tätigkeiten, angemietet. Vor allem die rechtliche Lage und die ideale Gesellschaftsform zu finden war für einen erfolgreichen Markteintritt unerlässlich. Für uns war der Standort in der Dubai International Airport Free Zone und die Gründung einer Free Zone Company die zweckmäßigste Lösung um möglichst nahe beim Kunden zu sein und trotzdem eine 100 %-ige österreichische Eigentümerschaft zu garantieren. Gegenwärtig sind wir mit der Ausstattung der Liegenschaft beschäftigt, es werden Maschinen und Lackieranlagen installiert. Die Fertigstellung ist für Februar 2018 geplant.

Hände mit Handschuhe, die gerade ein Werkstück schleifen
© F. LIST GMBH

Welche Rolle spielt die Unterstützung durch go-international beim Markteintritt?

Die Förderung durch go-international ist gerade für die Startphase sehr hilfreich, da sie genau das abdeckt, was in der Vorbereitungsphase eines Markteintritts anfällt: Reisekosten und Kosten für Beratung und Kontaktakquise werden durch die Förderung gut abgefedert und ermöglichen dadurch eine gute und gründliche Vorbereitung, was die Risiken des Markteintritts beträchtlich reduziert.

In welchen Situationen bewährt sich die Zusammenarbeit mit den AußenwirtschaftsCentern besonders?

Die durch die AußenwirtschaftsCenter zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien (Länderreport, etc.) mit den wichtigsten Fakten und Besonderheiten der Zielländer beschleunigen die ersten Stufen des Expansionsprozesses, also die erste Sondierung und Abschätzung der Eignung des Zielmarktes, ungemein. In weiterer Folge ist die Hilfe bei der Findung wichtiger Kontakte und die detaillierteren Informationen und Beratungen zu den rechtlichen Details äußerst hilfreich.

Ein heißer Tipp für andere österreichische Unternehmen die den Markteintritt in den USA planen?

Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass man in einem unbekannten Markt mit einem "Egotrip" schwer erfolgreich sein wird. Man muss ortsansässige Consultants, Anwälte und Experten zu Rate ziehen, um möglichst umfassend informiert und vorbereitet zu sein. Insbesondere in den USA war für uns nämlich der Umstand erstaunlich, dass die Aufstellung einer neuen Firma dort auf den ersten Blick einfach und „easy-going“ wirkt, aber im Detail alles viel genauer und bis ins kleinste Detail durchreguliert ist.

F.LIST GmbH im Word-Rap 

  • Mein erster Gedanke heute Morgen war: „Ich bin gespannt, was der Tag heute bringt."
  • Meine Export-Faustregel: „Keine Angst vor anderen Ländern haben, aber auch nicht unterschätzen."


Datum der Veröffentlichung: Dezember 2017