Es sind nicht zwangsläufig jene Märkte am interessantesten, auf denen Sie schon zufällig tätig waren oder auf denen Ihr Unternehmen bereits existierende Kontakte nutzen kann. Auch muss der größte Markt für Sie nicht der Beste sein! Der Beste Markt könnte für Sie dort liegen, wo Ihr zukünftiger Geschäftspartner die besten Kontakte hat.
Vielmehr sollten Sie sich als Neuling im Exportgeschäft in jedem Fall zuerst einmal um die unmittelbare Nachbarschaft kümmern. Ein Beispiel: Es mag ja scheinen, als ob Japan der richtige Markt für Ihr Produkt wäre. Doch vergessen Sie dabei nie, dass auch Ihre Ressourcen auf diesen Markt abgestimmt sein müssen. Können Sie es sich wirklich leisten, einen Mitarbeiter zum Aufbau des Vertriebsapparates mehrmals im Jahr nach Japan zu schicken – selbst dann noch, wenn die ersten Umsätze frühestens in ein, zwei oder gar erst in drei Jahren anfallen werden?
Bleiben Sie also realistisch. Beginnen Sie am besten dort, wo kulturelle, sprachliche und räumliche Unterschiede am geringsten sind. Da es gerade in den ersten Phasen des Exportgeschäfts besonders häufig zu Missverständnissen und Problemen kommt, erweist sich die räumliche Nähe oft als Heilmittel. Meist reicht ein kurzfristig angesetzter Besuch, um solche Dinge im direkten Gespräch zu klären – gut, wenn sich dieser Besuch ohne große Kosten und sonstigen Aufwand organisieren lässt.
Nach diesem ersten Schritt können Sie immer noch in weitere Märkte vorstoßen und expandieren.