Das Exportgeschäft kann als Extremfall eines normalen Inlandsgeschäftes gesehen werden. Der strategische Ansatz und die professionelle Planung der Marktbearbeitung, die auch im Inlandsgeschäft grundsätzlich nötig sind, jedoch oft durch die Intuition des Unternehmers ersetzt werden, sind auf einem ausländischen Markt unumgänglich. Die größere Anzahl der unbekannten Parameter und die damit größere Komplexität auf dem unbekannten Markt machen die Planung und strategische Vorbereitung nötig.
In einem nächsten Schritt sollten Sie jedes dieser 7 W auf die Prozesse in Ihrem Unternehmen hin durchdenken: Betrachten Sie die Abläufe – vom Auftragseingang bis zum Versand und zur Nachbetreuung – im Detail und unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Ressourcen in Ihrer Firma. Beobachten Sie Ihr Unternehmen aus dem Blickwinkel Ihrer Kunden.
Der Erstkontakt zu neuen Kunden ist Ihre Visitenkarte. Überlegen Sie, wen Ihre Kunden in Ihrem Unternehmen zuerst kennen lernen sollten. Überlegen Sie, wer in der Folge für den Kontakt zum Außenhandelspartner zuständig sein wird. Diese Ansprechpartner sollten in die Planung des Exportgeschäfts eingebunden, also in Werbeunterlagen, im Internetauftritt Ihrer Firma und in Prospekten entsprechend vorgestellt werden.
Denken Sie darüber nach, ob Telefonzentrale und Sekretariat mit Anfragen aus dem Ausland angemessen umgehen können? Ob die notwendigen Sprachkompetenzen an den richtigen Stellen vorhanden sind?
Sie wollen Ihr Unternehmen von Anfang an richtig präsentieren. Überprüfen Sie, ob Anfragen um Firmeninformationen oder Prospekte rasch bearbeitet werden können. Ob die notwendigen Informationen und Materialien bereit liegen. Wo und wie die dabei gewonnenen Kontakte erfasst werden.
Erwägen Sie für Ihre Mitarbeiter Fortbildungsmaßnahmen zum Thema Export. In den go international workshops erhalten Sie einen Überblick über die Anforderungen und Gebräuche des internationalen Geschäftsverkehrs. Im Rahmen der Internationalisierungsoffensive „go international“ wird der Beitrag für diese Fortbildungsmaßnahme in der Höhe von 75% der Kurskosten gefördert.