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Im Osten mal wieder was Neues

       

Viele Exportgeschichten sind wahre Erfolgsgeschichten - kurz und bündig, wie es manchmal gehen kann, erobert ein österreichischer Hersteller von Autotransportern mit wehenden Fahnen den litauischen Markt.

Selbstverständlich wissen Sie, dass Litauen seit Mai 2004 Mitglied der EU ist. Und vielleicht haben Sie auch schon gehört, dass das größte der drei baltischen Länder ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent aufweist. Aber wussten Sie auch, dass ein österreichischer Hersteller von Autotransportern diese beiden Fakten mit einer kräftigen Prise Geschäftstüchtigkeit verbunden hat, um nachhaltige Exporterfolge zu landen?

Nun denn: Der oberösterreichische Unternehmer, der sich der Herstellung von Autotransportern und den dazugehörigen Ersatzteilen verschrieben hat, suchte nach neuen Herausforderungen. Eine runde Umsatzmillion pro Jahr hatte er sich im Laufe der Zeit als solide Basis für seinen Betrieb erarbeitet. Und dabei auch schon einige Erfahrung im Export gesammelt: Deutschland hatte sich als Nachbarland vor einigen Jahren fast wie naturgegeben als Exportmarkt angeboten. Nach und nach hat er dann seine Kreise gezogen, hat nach Italien exportiert, bald auch nach Tschechien und schließlich gar nach Polen. Ende vergangenen Jahres war er zu der Überzeugung gelangt, dass seinem Unternehmen und auch seinen Mitarbeitern nun ein weiteres Expansionsprogramm zuzumuten war.

Was lag da näher, als die EU-Erweiterung über Polen hinaus auf neue Marktchancen zu prüfen? In der „Oberösterreichischen Wirtschaft, dem Blatt der Wirtschaftskammer Oberösterreich, war er auf eine Einschaltung der Außenwirtschaft Österreich (AWO) gestoßen: Demnächst sollte eine Wirtschaftsmission ins Baltikum führen. Neugierig geworden arrangierte der Unternehmer seine Teilnahme an dieser Reise. Und weil er dem AWO-Team im Erstkontakt seine Interessen und Vorstellungen wortreich zu schildern vermochte, konnte ihm dieses rechtzeitig ein Besuchsprogramm nach Maß schneidern. Um eine ohnehin erstaunlich kurze Geschichte wirklich kurz zu machen: Der rührige Unternehmer konnte die im März 2004 auf der Reise nach Litauen, Lettland und Estland geknüpften Kontakte schnell nützen und hat in jedem der drei baltischen Länder einen Markt gefunden, dort Vertriebspartner für sein Ersatzteilgeschäft ausfindig gemacht, im ersten halben Jahr Aufträge im Wert von einer halben Million Euro an Land gezogen, zuletzt einen eigenen Mitarbeiter angestellt, der sich ausschließlich um das Geschäft mit den baltischen Partnern kümmern wird. Runder könnte es wohl nicht laufen. Mes sveikiname, würde man in Litauen sagen: Wir gratulieren!

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